Neu: Patienten können E-Books leihen

Das Lesen ist im Krankenhaus eine willkommene Ablenkung. Die hauseigene Leihbibliothek im Marienkrankenhaus Soest hat jetzt modernen „Zuwachs“ bekommen: Patienten haben nun die Möglichkeit, auch auf E-Books zurückzugreifen.

In rund 1000 Klassikern der Literatur können die Patientinnen und Patienten nach Herzenslust in der Gutenberg-Online-Bibliothek schmökern. Auf speziell hierfür eingerichteten Tablets ist von Romanen bis Reiseführern  und Dramen bis Komödien alles vertreten. Sobald neue Bestseller erschienen sind, stehen die aktuellen Newcomer in Kooperation mit der Stadtbibliothek ebenfalls im „virtuellen Bücherregal“ bereit. Auf Wunsch können zudem Hörbücher, Zeitschriften, Tageszeitungen, Musik und Videos abgerufen werden.

Das alles kommt natürlich nicht „von allein“ aufs e-Book: Die Bibliothekarin des Marienkrankenhauses, Barbara Beine, lädt die Inhalte auf die Geräte. Eine ganz neue Aufgabe für sie. Bisher versorgte sie lesefreudige Patienten mit Leihgaben aus den Bücherregalen. Jetzt kann die Bibliothekarin ihnen zudem Literatur virtuell – und das in großer Auswahl – an die Hand geben.

Die digitale Bereitstellung von Büchern und anderen Informations- und Unterhaltungsmedien ist ein weiterer Baustein für eine ganzheitliche Patientenversorgung. Ein echter Gewinn sind die Tablets für Patientinnen und Patienten auf der Isolierstation. Für sie stehen wegen der erhöhten Infektionsgefahr keine Leihbücher zur Verfügung. Die E-Books lassen sich hingegen desinfizieren und können daher allen Patienten ausgehändigt werden.

Bereits bei der Anmeldung werden die Patienten auf den neuen Online-Lese-Service aufmerksam gemacht und das Pflegepersonal weiß ebenfalls Bescheid. Die Tablet-Nutzung während des Krankenhausaufenthaltes ist kostenlos. Ausgegeben werden die Geräte  an der Pforte, von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ehrenamtlichen Besuchsdienstes und von Barbara Beine. Fünf Tablets sind vorerst im Umlauf. „Diese sind wirklich viel unterwegs“, freut sich Barbara Beine über die gute Resonanz.

Hintergrund:
Entstanden ist dieser e-Book-Service aus dem „German-CIM“ Projekt, an dem Mitarbeiter aus verschiedensten Berufsgruppen des Krankenhauses beteiligt waren. Mit German-CIM können katholische Einrichtungen ihr christliches Werteprofil in systematischer Weise erheben, selbst bewerten (Mitarbeitende) und mit gezielten Maßnahmen weiterentwickeln. Der Name CIM steht für Catholic Identity Matrix.

Der partizipative Ansatz von German-CIM bindet die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kontinuierlich in den Bewertungs- und Entwicklungsprozess des christlichen Werteprofils aktiv ein. Ziel ist, das berufliche Handeln an den christlichen Grundüberzeugungen des katholischen Krankenhauses auszurichten.