Soester Herztag am 6.11.

Es ist die häufigste aller Rhythmusstörungen, und auch wenn sie nicht lebensbedrohlich ist, ist die Rhythmusstörungen ausgesprochen heimtückisch: Vorhofflimmern. Im Rahmen des Soester Herztags, der mit Unterstützung der Deutschen Herzstiftung und der AOK organisiert wird, referieren die beiden Soester Kardiologen Chefarzt Prof. Dr. Meissner vom KlinikumStadtSoest und Chefarzt Prof. Dr. Markus Flesch vom Marienkrankenhaus über Ursachen, Verlauf, Diagnostik und Therapie der Erkrankung. Der Vortrag findet am Dienstag, 6. November 2018 um 17:30 Uhr im Johannes-Gropper-Saal der Patroklushauses, Thomästraße 1a in Soest statt. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Viele Betroffene empfinden Vorhofflimmern als Herzrasen oder Herzstolpern, spüren ein Engegefühl in der Brust wie bei einem Herzinfarkt, haben Luftnot oder erleben einfach nur einen Leistungsknick. Andere Patienten nehmen Vorhofflimmern überhaupt nicht wahr und sind über die Diagnose überrascht. Bei Menschen, bei denen Vorhofflimmern nur sporadisch und kurzanhaltend auftritt, wird die Diagnose nie oder bisweilen zu spät gestellt. Unabhängig davon, ob Vorhofflimmern symptomatisch oder ohne Symptome auftritt, ist es meist nicht ohne Folgen. Die gefürchteteste Komplikation von Vorhofflimmern ist der Schlaganfall. Deswegen gehört zur Ursachenabklärung eines Schlaganfalls auch immer die Suche nach Vorhofflimmern.  Aber auch eine Herzschwäche oder kurz anhaltende Bewusstlosigkeiten, sogenannte Synkopen, können Folgen eines Vorhofflimmerns sein. Für die symptomatische Behandlung und Unterdrückung von Vorhofflimmern stehen eine Vielzahl von Medikamenten und elektrophysiologische Verödungsverfahren, insbesondere die sogenannte Pulmonalvenenisolation zur Verfügung. Zur Verhinderung eines Schlaganfalls werden Vorhofflimmerpatienten mit einem Gerinnungshemmer behandelt.