Lungenkrebszentrum

Patienten, die an Lungenkrebs erkrankt sind, finden im Marienkrankenhaus kompetente medizinische Hilfe sowie Unterstützung auf allen weiteren Ebenen. Die Fachabteilungen Pneumologie und Thoraxchirurgie bilden das Lungenkrebszentrum Soest. Im Kollegialprinzip arbeiten die Teams um Chefarzt Dr. Elbers (Pneumologie) und Chefarzt Dr. Stockhausen (Thoraxchirurgie) eng vernetzt und bieten damit eine umfassende Versorgung für alle Betroffenen.

Patienten im Blick
Von der Aufnahme in unser Krankenhaus bis hin zur Entlassung stehen Sie als Patientinnen und Patienten bei uns im Mittelpunkt. Neben den Besprechungen über Ihre Erkrankung,  Aufklärungsgesprächen für Untersuchungen und Operationen sprechen wir mit Ihnen über den Fortschritt der Behandlung und die bestehenden Therapiemöglichkeiten. Nach Ihrem Bedarf stehen Ihnen Ansprechpartner aus den Bereichen Medizin, Pflege, Sozialdienst und Psychoonkologie zur Verfügung. Richtungsweisend für die Behandlung ihrer Erkrankung ist die Tumorkonferenz, hier tagen regelmäßig ihre behandelnden Ärzte und Therapeuten, um auf der Grundlage neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und der eigenen Fachexpertise die für Sie bestmögliche Therapie zu besprechen.

Diagnose Lungenkrebs

Schon der Verdacht auf eine Krebserkrankung verunsichert, wir lassen Sie in der Situation nicht allein. Das ganzheitliche interdisziplinäre Versorgungskonzept des Lungenkrebszentrum Soest ist auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt. Auf der Basis unserer langjährigen Erfahrung und des aktuellen Stands der Wissenschaft  planen wir Ihre Diagnostik sowie ihre individualisierten Therapiepläne.

  • Es gibt zwei Arten von Tumoren: gutartige und bösartige. Der Begriff Lungenkrebs steht als Oberbegriff für bösartige Tumorerkrankungen der Lunge. Bösartig heißt hierbei, dass der Tumor unkontrolliert wächst und sich in umliegendem Gewebe ausbreitet. Darüber hinaus bildet das Lungenkarzinom relativ frühzeitig Tochtergeschwülste (Metastasen). Gutartige Tumore treten wesentlich seltener auf. Sie wachsen erheblich langsamer und zerstören das umliegende Gewebe nicht, sondern verdrängen es allenfalls. Meist können sie ohne Komplikationen operativ entfernt werden.

    Bei bösartigen Lungentumoren werden zwei wesentliche Formen des Lungenkarzinoms unterschieden: das kleinzellige und das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom. Besonders bösartig ist das sogenannte kleinzellige Lungenkarzinom. Dieses wächst sehr schnell und breitet sich rasch im Körper aus. Die nicht-kleinzelligen Lungenkarzinome wachsen langsamer und haben deshalb insgesamt eine bessere Prognose. Zu ihnen gehören das sogenannte Plattenepithelkarzinom, das Adenokarzinom und das großzellige Karzinom.

    Die feingewebliche Beschaffenheit des Tumors sowie das genaue Stadium seiner Ausbreitung sind für die weitere Behandlung und Therapiemöglichkeiten von großer Bedeutung. Mittlerweile können wir beim Lungenkrebs in frühen Stadien mittels standardisierter Routine-Operationen und einer gegebenenfalls angeschlossenen Chemotherapie gute Erfolge für unsere Patienten erreichen.

  • Um den Verdacht oder Vorbefund auf Lungenkrebs abschließend klären zu können und einen optimalen Therapieplan zu erstellen, bieten wir verschiedene Untersuchungsmethoden an. Zu Beginn stehen unter anderem die

    • Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese)
    • körperliche Untersuchung
    • Röntgenaufnahme der Lunge

    Bestätigt sich der Verdacht, sind weitere Untersuchungen notwendig, um die Diagnose zu klären und das Stadium der Erkrankung zu bestimmen.

    Untersuchungen
    Die wesentlichen Untersuchungen beim Verdacht auf eine Tumorerkrankung umfassen:

    • Computertomographie (CT)
    • Laboruntersuchungen
    • ggf. Magnetresonanztherapie (MRT)
    • ggf. Ultraschalluntersuchung des Brustkorbs
    • Lungenspiegelung (Bronchoskopie)
    • ggf. Mittelfellraumspiegelung (Mediastinoskopie)
    • ggf. Brustkorbspiegelung (Thorakoskopie)
  • Nachdem alle Untersuchungen abgeschlossen wurden und die Art und Ausbreitung des Krebses eindeutig festgestellt wurde, wird der Arzt die Behandlung des Krebses planen.

    Grundsätzlich stehen zur Behandlung die Möglichkeiten der Operation, Strahlentherapie und der medikamentösen Therapie (Chemotherapie) zur Verfügung. Je nach Stadium der Tumorausbreitung wenden wir diese kombiniert an. Durch die enge Verzahnung unseres operativen Therapieangebotes mit dem kompletten konservativen Behandlungsspektrum ermöglichen wir unseren Patienten fachübergreifend eine effektive, ganzheitlich umfassende und kompetente Versorgung. Hierzu gehört die chirurgische Behandlung aller Lungenerkrankungen, insbesondere des Lungenkrebses.

    Die Thoraxchirurgische Klinik unseres Hauses ist im Kreis Soest und in der Region die  einzige stationäre Einrichtung mit umfassender Komplettversorgung thorakaler Erkrankungen von der Luftröhre bis zum Zwerchfell – operativ wie konservativ. Unsere Thoraxchirurgen operieren bösartige und gutartige Tumore der Lunge und der Speiseröhre, der Brustwand, des herznahen Raums sowie des Zwerchfells im Erwachsenen- und  Kindesalter. Zum Behandlungsspektrum gehört darüber hinaus die laserchirurgische Entfernung von Lungenmetastasen und sonst nicht operabler bösartiger Lungentumore. Wo immer es möglich ist, setzen sie so genannte minimal-invasive Verfahren (Schlüsselloch-Chirurgie) ein. Hierdurch können sie die Belastungen für die Patienten möglichst weit verringern.

    Während der Operation wird der Arzt versuchen, möglichst viel von dem gesunden Gewebe zu erhalten, um die Funktion der Lunge aufrecht zu erhalten. Spezielle Atemtherapie durch speziell ausgebildete Mitarbeiter hilft den Betroffenen, die Leistungsfähigkeit ihrer Lunge nach der Behandlung zu steigern.

  • Das Lungenkrebszentrum Soest zeichnet sich als moderne Versorgungsform durch die Zusammenarbeit der Fachabteilungen Pneumologie und Thoraxchirurgie  im Kollegialsystem aus. Eine umfängliche Interdisziplinarität in der Behandlung ist durch enge Kooperation mit internen und externen Behandlungspartnern gesichert.

    Im Marienkrankenhaus wird Ihr individueller Behandlungsplan erstellt. Im Verlauf von Diagnostik und Behandlung wird bereits frühzeitig ein Entlasstermin mit Ihnen besprochen. Eine Entlassung will geplant und gut vorbereitet sein. Neben Gesprächen mit ihrem Stationsarzt können Gespräche mit unseren Mitarbeitern des Sozialdienstes ihre Entlassung nach Hause oder in eine Rehabilitationseinrichtung vorbereitend unterstützen.

    Rehabilitation
    Kommt eine Rehabilitationsmaßnahme für Sie in Frage, füllen unsere Mitarbeiter des Sozialdienstes mit Ihnen gemeinsam den Antrag auf Rehabilitation aus.

    Kooperationspartner
    Wir arbeiten mit mehreren Kooperationspartnern zusammen. Sprechen Sie uns gern an; wir stellen einen Kontakt für Sie her. 

    Ernährungsberatung

    Unsere qualifizierten Mitarbeiter beraten Sie auch in Ernährungsfrage

    • Ernährung bei Chemotherapie – was darf ich essen?
    • Ernährung bei Strahlentherapie – was darf ich essen?

    Teilnahme an Studien
    Die Teilnahme an klinischen Studien sichert die Weiterentwicklung von wissenschaftlichen Erkenntnissen zu moderner Medizin. Sollten Sie die Kriterien als Studienpatient erfüllen, werden wir dies mit Ihnen besprechen und Ihnen die Einzelheiten zur Studie genauestens erläutern. Die Teilnahme ist freiwillig und Bedarf ihrer schriftlichen Zustimmung.

    Ansprechpartner für Studienfragen: Chefarzt Herr Dr. Elbers