Schmerzklinik

Schmerzen betreffen Körper und Seele und müssen daher auch umfassend behandelt werden – sozusagen von Kopf bis Fuß. Hierzu sind Experten verschiedener Fachrichtungen notwendig. Damit Patienten nicht zwischen Ärzten, Physiotherapeuten und Psychologen hin- und herpendeln müssen, bietet das Marienkrankenhaus Soest alles für die multimodale und minimalinvasive Schmerztherapie unter einem Dach an. Unsere Patientenzimmer befinden sich "Tür an Tür" mit den unterschiedlichen Therapieräumen. Dieser Bereich steht exklusiv den Schmerzpatienten zur Verfügung. Durch den räumlichen und organisatorischen Zusammenschluss kann die stationäre Behandlung in konzentrierter Form ablaufen. Die Kosten für Ihren Aufenthalt bei uns werden in der Regel ohne Kostenübernahmeerklärung von den Krankenkassen übernommen.

Bei uns sind Sie richtig!

Akute und chronische Schmerzen können die Lebensqualität eines Einzelnen massiv einschränken. Viele Betroffene sind in Ihrer Bewegung eingeschränkt, leiden unter starker Bewegungsangst und können kaum noch am Alltagsleben teilnehmen. Schmerzen können verschiedenen Ursprungs sein: Bei einigen Patienten hat ein Bandscheibenvorfall dazu geführt, andere leiden unter den schmerzhaften Auswirkungen einer Arthrose und viele Menschen haben immer wiederkehrende starke Kopfschmerzen. So vielseitig wie die eigentliche Ursache selbst, ist auch die Behandlung.

Bei uns sind Sie in guten Händen, wenn Sie unter folgenden Beschwerden leiden:

  • akute, subakute und chronische Rückenschmerzen
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Ganzkörperschmerzen (z.B.: bei Multiple Sklerose, Spastik)
  • Fibromyalgiesyndrome 
  • Somatoforme Schmerzstörungen (körperliche Beschwerden ohne hinreichende medizinische Erklärung)
  • Psychosomatische Schmerzen
  • Kopf- und Gesichtsschmerzen (z.B.: Migräne, Clusterkopfschmerz, Hemikrania continua)
  • Nervenschmerzen (z.B.: Zosterschmerz, Polyneuropathie, Phantomschmerzen)
  • CRPS (Complex regional pain syndrome, komplexes regionales Schmerzsyndrom)
  • Failed-Back-Surgery-Syndrom (anhaltende Schmerzen als Folge einer vorhergehenden Wirbelsäulen-OP)
  • Nacken- und Schulterschmerzen
  • Viszerale Schmerzen (Bereich des Magen-Darm-Traktes bzw. des Beckenraums)
  • Tumorschmerzen

Ihre Perspektive

Ziele unserer Therapie

Am Ende Ihres Aufenthaltes in unserer Schmerzklinik sollen Sie so gut geschult sein, dass Sie alles, was Sie von den Physiotherapeuten, Psychologen und Ärzten zur Schmerzbekämpfung gelernt haben, selbständig zu Hause ausüben können.

Wir möchten Sie nachhaltig beraten,  um den bei uns eingeschlagen Weg weiterzugehen. Langfristige Ziele sind:

  • Schmerzen reduzieren 
  • Lebensqualität verbessern
  • gewohnte Lebensfreude wiederfinden
  • Arbeitsfähigkeit wiederherstellen
  • einen geregelten Alltag wieder aufnehmen können
  • Bewegungsängste abbauen
  • mehr Mobiltät

Was wir Ihnen bieten

    • Neurostimulation (z.B.:Spinal-Cord-Stimulation; Stimulation von Nerven und Rückenmark mittels Stromimpulsen)
    • Zentrale und periphere Katheterverfahren zur Schmerzausschaltung
    • Sympathikolyse (Verfahren zur zeitweiligen oder andauernden Ausschaltung der sympathischen Innervierung zur Verbesserung der Durchblutung in Beinen oder Armen)
    • Radiofrequenztherapie an zentralen und peripheren Nerven (minmalinvasives Verfahren mit Stromimpulsen)
    • Thermodenervation (Hitzesondenbehandlung)
    • Neuromodulation (Veränderung der Schmerzweiterleitung)
    • Implantation von Schmerzpumpen
    • Neurolyse (Auflösen von schmerzhaften Nervengeflechten)
  • Diese spezielle Behandlungsform zeichnet sich durch eine ganzheitliche interdisziplinäre Schmerzdiagnostik und -behandlung aus. In einem umfassenden Assessment (Untersuchung durch Ärzte verschiedener Fachdisziplinen, Psychologe, Physiotherapeut) wird die Ursache, die körperliche, berufliche und psychische Beeinträchtigungen und die bisherige Therapie genau erfasst und im Team ein individuelles Therapiekonzept erarbeitet. Im allgemeinen dauert diese Therapie 2 Wochen. Das Training baut sich über geführte und gezielte Kräftigung der betroffenen Muskeln über funktionelles Training bis zum freien eigenverantwortliche Training schrittweise auf. Einen großen Anteil nehmen auch die psychologische Schmerztherapie, das Erlernen unterschiedlicher Entspannungsverfahren, Arbeitsplatz- und Alltagsbewältigung und Biofeedback ein. Gemeinsam wird mit dem Patienten eine Strategie erarbeitet Step-by-step aus dem Teufelskreislauf des chronischen Schmerzsyndroms herauszukommen. 

    Durch unser neues Loungekonzept kommt auch der Wohlfühlaspekt nicht zu kurz.

    Unser umfassendes Behandlungskonzept:

    • Physiotherapie
    • Physikalische Therapie
    • Ergotherapie
    • Psychologische Schmerztherapie
    • Manuelle Medizin
    • Entspannungsverfahren
    • Medizinische Trainingstherapie (MTT)
    • Funktionelles Training (z.B.: Kletterwand, Slackline)
    • Arbeitsplatztraining
    • Medikamentöse Therapie
    • Outdooraktivitäten (z.B.: Nordic Walking)
    • Aromatherapie
    • Biofeedback
    • TENS (Transkutane Elektrische Nervenstimulation)
    • Bewegungsbad 

    Die Behandlungen erfolgen sowohl als Einzelmaßnahmen als auch in Kleingruppen.

  • Die Schmerz-Klinik im Dachgeschoss des Marienkrankenhauses bildet eine eigene Funktionseinheit. Hier kann die schmerztherapeutische Versorgung auf kurzem Weg erfolgen -  für Mitarbeiter und Patienten. Unseren Schmerz-Patienten stehen insgesamt 16 Betten zur Verfügung. In jedem Zimmer befindet sich ein eigenes Bad mit WC.

    Die schmerztherapeutische Kompletteinheit umfasst zudem

    • physiotherapeutische Räume und Trainingsräume
    • Entspannungsraum
    • Arztzimmer
    • Therapieräume für psychologische Einzel- und Gruppengespräche
    • Hydrojet
    • Sandwärmeliege
    • Multimedia-Raum 

    Wichtig ist insbesondere bei Schmerzpatienten, dass sie sich wohlfühlen. Dazu trägt sicherlich auch bei, dass die Räume hier allesamt einen modernen Lounge-Charakter haben.